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Anstoß für das gemeinsame, im Jahr 1996 begonnene Projekt "Sichtweisen?" war die Beobachtung, daß unsere Bilder bei aller Gemeinsamkeit in der weitestgehenden Gegenstandslosigkeit sehr gegensätzlich sind. Christa Johns Bilder sind durch warme Farben und vielfältige weiche Formen bestimmt. Sie wirken höchst emotional. Edgar Birzers Bilder dagegen wirken sachlich und rational. Sie sind in Farbe und Form gleichsam "minimalisiert".
So stellten sich für uns bald die Fragen, ob die Emotionalität in den Bildern von Christa John "nur" Merkmal ihrer individuellen Persönlichkeit ist, oder ob sich hier eine berufliche, gesellschaftliche oder gar biologische Bedingtheit bemerkbar macht. In gleicher Weise läßt sich bezogen auf die Rationalität der Bilder von Dr. Edgar Birzer fragen.
Dieser Ausgangspunkt veranlaßte uns zu:
• kontinuierlicher Reflexion des eigenen künstlerischen Tuns,
• entsprechendem Diskurs mit Künstlerkollegen,
• gemeinensamen Ausstellungen, um das Publikum mit dieser Gegensätzlichkeit zu konfrontieren,
• Dokumentieren und Präsentieren der indivuduellen künstlerischen Entwicklung mit den Mitteln moderner Medien (vgl. Internet-Auftritt).
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